Customer Cluster Finance

Christian Wagner war viele Jahre Unternehmer, bevor er über Arbeitnehmerüberlassung zu virtual7 kam – und blieb.
Heute arbeitet er als Entwickler in einem sicherheitsrelevanten Zollprojekt und schätzt besonders die Freiheit, Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig hands-on zu bleiben.
Also, ich bin ja zu euch gekommen, weil ich eigentlich auf der Suche nach einem Projekt war. Ich habe eine eigene Firma gehabt und war mehr im Projektgeschäft und im Freelancing unterwegs.
Und als ich dann relativ erfolgslos nach Projekten gesucht habe, habe ich mich auch schon nach Bewerbungsmöglichkeiten umgeschaut. Eines Tages wurde ich dann während dieses ganzen Prozesses angerufen. Dort wurde ich gefragt, ob ich noch auf der Suche nach einem Projekt wäre. Ich habe gesagt: ja klar.
Ich war dann erst mal auf einem ganz anderen Stand, wie es losgehen sollte. Im Gespräch stellte sich dann aber heraus, dass es gar kein Projekt im Sinne eines Projekts für meine Firma war, sondern dass sie mich per ANÜ einsetzen wollten. Das Projekt war aber so interessant – und auch die Option mit der Übernahme, als ich dann virtual7 kennengelernt habe –, weil ich ja ohnehin schon in Bewerbungsgesprächen war, dass ich gedacht habe: Okay, das ist interessant, das könnte ich machen.
Und dann habe ich mich eben auf diese ANÜ-Geschichte eingelassen. Es war von vornherein klar, und das wurde auch die ganze Zeit signalisiert, dass das nur ein vorübergehender Schritt sein sollte.
Das haben wir dann ein halbes Jahr lang gemacht. Und als nach einem halben Jahr diese Schonfrist, oder wie man das nennen möchte – also die Zeit, die man bei der ANÜ mindestens machen muss – vorbei war, bin ich dann direkt zu virtual7 gekommen.

Tatsächlich diese Responsiveness, wie wir es nennen, also diese Unternehmensstruktur. Die hat mir sehr zugesagt. Das habe ich aber erst später wirklich festgestellt. Das heißt, ich war mir noch nicht ganz sicher, als ich ins Projekt gekommen bin, ob das mit virtual7 etwas wird. Aber ich habe dann immer mehr darüber erfahren.
Ihr habt mich dann ja auch zur Conference eingeladen, und da habe ich euch alle kennengelernt. Ich habe dort direkt mit Jochen gesprochen. Die Transparenz, die Marcus und Jochen da gezeigt haben, hat mich wirklich vom Hocker gehauen. Das hätte ich so nicht erwartet.
Ich habe mich dann auch mit dem ganzen Thema Responsiveness beschäftigt. Und dadurch, dass ich als langjähriger Unternehmer nie angestellt gearbeitet habe – ich habe als Freelancer angefangen, eine eigene Firma gegründet und war Unternehmer – hatte ich wirklich Skrupel, mich irgendwo anstellen zu lassen.
Diese Skrupel musste ich erst langsam ablegen. Einmal aus der Not heraus, weil Projekte ausgeblieben sind und es mit der Firma nicht mehr weiterging. Aber man hat es mir sehr leicht gemacht. Ich habe gesehen, dass es eine offene Struktur ist, in der man sich einbringen kann, ohne Hierarchien. Das hat mich wirklich überzeugt.
Ich habe auch gesehen, dass ich mich mit meiner Erfahrung und meinem Wissen gut einbringen kann, und habe festgestellt, dass das auch gewünscht ist und mit offenen Armen empfangen wird. Und obwohl ich noch gar nicht so lange dabei bin, bin ich schon relativ viel in viele Themen eingebunden. Mir wird viel Verantwortung zugetraut, was mich sehr freut, weil genau das das ist, was ich wollte.
Und genau deshalb habe ich mich am Ende für virtual7 entschieden.

Jetzt speziell in diesem Projekt ist das gar nicht so leicht zu sagen. Ich versuche vor allem, den Überblick über alles zu bekommen. Das war am Anfang schwierig, weil ich neu ins Projekt gekommen bin. Aber ich habe gleich versucht, das Gesamtbild zu erfassen.
Da hat mir meine Projektmanagement-Erfahrung geholfen. Ich habe früher viel davon machen müssen, und das hat direkt gegriffen. Ich achte darauf, dass das, was wichtig und dringend ist, auch entsprechend bearbeitet und verteilt wird. Das mache ich natürlich nicht allein – wir arbeiten im Team.
Ich muss dabei auch vorsichtig sein, weil ich neu bin und mich nicht zu sehr einmischen möchte. Ich versuche eher, durch meine Arbeit und mein Know-how zu zeigen, dass ich Verantwortung übernehmen kann und die entsprechenden Skills habe.

Ich darf nicht allzu viel über das Projekt sagen, weil es eine gewisse Verschlusssache ist. Wir arbeiten für ein Projekt des Zolls, genauer gesagt für das Zollkriminalamt. Es geht um eine Plattform, in der Daten zu zollrechtlichen Verstößen, Warenimporten und ähnlichen Themen erfasst werden.
Ziel ist es, Risikoprofile zu erstellen, um gezielt prüfen zu können, wo genauer hingeschaut werden muss – um illegale Waren, Schmuggel, Plagiate zu verhindern und auch Steuerbetrug zu vermeiden. Der Impact ist also der Schutz der Außengrenzen und der staatlichen Einnahmen.
Im Alltag merkt man davon natürlich nicht direkt etwas, aber man weiß, dass das System von mehreren tausend Nutzern täglich verwendet wird.
Ganz ehrlich: eher nicht. Ich bin Techniker.
Natürlich ist es schöner zu wissen, dass die Software für so einen Zweck eingesetzt wird, statt für reine Werbe- oder Ad-Systeme. Aber mich treiben vor allem die technischen Herausforderungen an: eine saubere Architektur, gute Qualität und die Möglichkeit, als Entwickler wirklich gute Arbeit abzuliefern.
Was mich positiv überrascht hat, ist der Stellenwert von Qualität und Tests. In der freien Wirtschaft war oft Time-to-Market das Wichtigste, und es wurde an vielen Stellen gespart. Hier ist das anders, und das gefällt mir sehr gut.

Ich war immer hands-on und habe auch als Unternehmer mitentwickelt. Wir arbeiten hier agil, mit täglichen Stand-ups. Es gibt Tickets, die vom Scrum Master eingestellt werden, und die Arbeit ist gut verteilt auf Frontend-, Backend-, Datenbank- und QA-Teams. Die Aufgaben werden storyweise abgearbeitet.
Das habe ich früher ähnlich gemacht. Der Unterschied ist, dass ich als Unternehmer deutlich mehr Kundenkontakt, Projektmanagement, Akquise, Rechnungen, Mitarbeitergespräche und auch schwierige Themen wie Kündigungen hatte.
Momentan bin ich hauptsächlich Entwickler. In den letzten Wochen bin ich aber auch im Recruiting Support eingestiegen und führe Bewerbungsgespräche. Wir schauen gerade, ob ich perspektivisch auch mehr in eine Leitungsrolle gehen kann.

Ich habe eine Familie mit drei Kindern, die inzwischen größtenteils erwachsen sind. Der Familienalltag ist trotzdem ein großer Teil meines Lebens. Außerdem habe ich einen Hund und eine Katze.
Ich treibe mehr oder weniger regelmäßig Sport, mache japanischen Schwertkampf, der aktuell pausiert, und bin gerne in den Bergen unterwegs – wandern, Skitouren, früher auch Klettern. Eine große Leidenschaft ist das Brettspiel Blood Bowl, so eine Art Schach mit Würfeln. Außerdem gehe ich gerne auf Konzerte.
Ich wohne in Hamburg, bin hier aufgewachsen und möchte auch hier bleiben. Hamburg ist für mich der schönste Fleck der Welt – das Einzige, was fehlt, sind Berge. Mein Vater kommt aus dem Allgäu, daher habe ich eine starke Verbindung zu den Bergen.

über den Künstler
Ich komme aus Brasilien und lebe seit einigen Jahren in Deutschland. Ich bin Illustrator mit dem Fokus auf eine erzählerische und kindliche Bildsprache und erschaffe lebendige Charaktere sowie visuelle Geschichten, die Emotion, Bedeutung und Fantasie miteinander verbinden. Meine Arbeit bewegt sich zwischen Illustration, Design und visueller Konzeption stets mit dem Ziel, Ideen zugänglich, menschlich und einfühlsam zu machen.
Zwischen Kulturen und Erfahrungen begegne ich der Welt mit Neugier, Sensibilität und einem aufmerksamen Blick für Details. Mit Stift und Papier als meinen wichtigsten Werkzeugen arbeite ich aus der Überzeugung heraus, dass Bilder nicht nur schön sein sollten, sondern voller Sinn: Illustrationen mit Herz, Intention und Bedeutung.