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Ole Oberste Berghaus

Core Cluster Sales – Unit Business Consulting

Hofnarr ZWISCHEN WHITEBOARD UND WIRKLICHKEIT

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What’s Your Story, Ole?

Ole Oberste Berghaus bewegt sich zwischen Verwaltung, Organisationsentwicklung und Digitalisierung – oft genau dort, wo Projekte feststecken oder Teams unter Druck geraten. Über viele Jahre hat er Behörden auf Bundes- und Landesebene begleitet, Kulturwandel angestoßen und agile Arbeitsweisen eingeführt. Heute hilft er Organisationen dabei, wieder handlungsfähig zu werden, Verantwortung sichtbar zu machen und komplexe Vorhaben in Bewegung zu bringen. Seine Rolle beschreibt er dabei selbst mit einem Augenzwinkern als Hofnarr, der kritische Fragen stellt, ohne dabei den Blick für Lösungen zu verlieren..

Es geht nicht darum, überall dieselbe Methode drüberzustülpen, sondern gemeinsam mit dem Kunden herauszufinden: Was braucht diese Organisation wirklich?

Ole Oberste Berghaus

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Ole, wie bist du zu virtual7 gekommen?

Ich wurde vom HR-Team angesprochen. Ursprünglich ging es um eine Rolle im Customer Cluster Environment, Transportation & Energy. Im Prozess haben wir dann aber gemeinsam festgestellt: Das passt zwar auch, aber eigentlich passt mein Profil noch viel besser zu dem Business Consulting, das virtual7 gerade aufbauen wollte.
Ich kam aus acht Jahren Beratung für die öffentliche Hand. Dort habe ich viele Projekte auf Bundes- und Landesebene begleitet, oft mit Fokus auf agiles Arbeiten, New Work, Kulturwandel und Projektsteuerung. Als dann klar wurde, dass virtual7 genau diese Kompetenz stärker aufbauen möchte, hat das sehr gut gepasst.

Was machst du heute konkret bei virtual7?

Ich bin vor allem in Kundenprojekten unterwegs, in denen es nicht nur technische, sondern auch organisatorische Herausforderungen gibt. Also dort, wo ein IT-Projekt vielleicht seit Jahren nicht richtig vorankommt, obwohl alle Beteiligten eigentlich wissen, wie wichtig es ist.
In einem Projekt haben wir zum Beispiel ein Aufgabenmanagement über ein Kanban-System aufgebaut. Damit konnte ein Vorhaben, das vorher jahrelang nicht sauber gesteuert wurde, innerhalb eines Jahres wieder strukturiert und abgeschlossen werden.
Aktuell unterstütze ich ein Team bei einem Landes-IT-Dienstleister, das ein sehr wichtiges IT-Produkt betreut. Dort geht es nicht nur darum, dass das Team wieder besser ins Arbeiten kommt, sondern auch um grundsätzliche Fragen: Arbeiten die Menschen an den richtigen Aufgaben? Ist das Wissen sauber dokumentiert? Braucht es zusätzliche Rollen? Wo müssen Verantwortlichkeiten klarer abgegrenzt werden?
Das ist Managementberatung sehr nah an der Praxis.


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Wie erklärst du jemandem Business Consulting, der damit gar nichts anfangen kann?

Ich sage manchmal: Ich bin Hofnarr.
Ich zeige Organisationen Dinge auf – in einer kritischen Deutlichkeit, aber gerade so, dass sie mich nicht rauswerfen. Das ist ein schmaler Grat. Man hat immer die Wahl zwischen Wahrheit, Löwenkäfig und „alles bleibt so, wie es ist“. Und wenn alles bleibt, wie es ist, wird das Problem eben nicht gelöst.
Aber es geht natürlich nicht nur darum, Kritik zu äußern. Es geht darum, danach einen Weg aufzuzeigen. Wenn Wissen in fünf verschiedenen Systemen liegt, muss man es bündeln. Wenn niemand genau weiß, woran das Team arbeitet, muss man Arbeit sichtbar machen. Wenn Menschen noch nie mit Kanban, Dailys oder agilen Methoden gearbeitet haben, muss man sie methodisch begleiten und befähigen.
Am Ende soll das Kundensystem selbst lauffähig werden.

Du engagierst dich auch außerhalb von virtual7. Was machst du dort?

Ich engagiere mich ehrenamtlich bei den Wirtschaftsjunioren, also bei jungen Führungskräften. Mittlerweile auch auf europäischer Ebene. Dort betreue ich Projekte, mache viel im Bereich Fortbildung für junge Führungskräfte und beschäftige mich mit dem Dialog zwischen Politik und Wirtschaft, aber auch mit sozialen Projekten, die aus der Wirtschaft heraus angestoßen werden.

Was unterscheidet Business Consulting bei virtual7 von klassischer Beratung?

Der wichtigste Unterschied ist der Fokus auf Verwaltung. Wir machen keine industrieweite Beratung, sondern arbeiten für und mit der öffentlichen Hand. Dafür braucht man ein Verständnis für Sprache, Strukturen und Abläufe in Behörden.
Man muss wissen, was ein Staatssekretär ist, was eine Referatsleitung macht und wie Hierarchien funktionieren. Man muss verstehen, dass Verwaltung immer auch mit Politik interagiert. Und man muss Lust darauf haben.
Gleichzeitig bringen wir einen Methodenkanon mit: Design Thinking, Business Canvas, Workshop-Design, Prozessmodellierung, agile Methoden, Kanban, Scrum, SAFe, Nexus oder auch die Frage, ob agile Methoden überhaupt sinnvoll sind. Es geht nicht darum, überall dieselbe Methode drüberzustülpen, sondern gemeinsam mit dem Kunden herauszufinden: Was braucht diese Organisation wirklich?

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Warum bist du bei virtual7 gelandet?

Nach acht Jahren in einem sehr staatsnahen Umfeld wollte ich etwas Dynamischeres machen. Das Responsiveness-Konzept von virtual7 hat mich angesprochen. Und ich hatte die Möglichkeit, das Business Consulting mit aufzubauen und mitzuprägen.
Mich hat gereizt, Verantwortung zu übernehmen und ein Team mit meinen Vorstellungen von guter Beratung aufzubauen. In den Gesprächen mit den Geschäftsführern hat das gut harmoniert. Wir hatten ein gemeinsames Verständnis davon, wie zukunftsorientierte Beratung aussehen kann.



Gibt es ein Projekt, bei dem du besonders gespürt hast, dass deine Arbeit Wirkung hat?

Ein sehr sichtbares Beispiel war die digitale Kfz-An- und Abmeldung. Da ging es von der Projektidee über Design Thinking und erste Klickdummys bis hin zur fertigen Software. Parallel musste sogar eine Verordnung angepasst werden.
Wir waren rechtzeitig fertig und konnten direkt nach Inkrafttreten die ersten Live-Anmeldungen ermöglichen. Das ist ein Projekt mit Millionen Nutzungen pro Jahr. Da merkt man sehr konkret, welchen Unterschied Digitalisierung machen kann.
Ein anderes Beispiel kommt aus dem Mobilitätsbereich. Dort ging es um saubere Luft, drohende Fahrverbote und nachhaltige Mobilität. Besonders im Kopf geblieben ist mir eine kleinere Gemeinde, die nicht hunderte Busse elektrifizieren wollte, sondern schlicht einen dritten Linienbus brauchte. Zusammen mit Ampelanlagen, Radwegen und besseren Anschlüssen konnte daraus ein echtes Vorzeigeprojekt für nachhaltige Mobilität in einer Kleinstadt werden.
Solche Projekte mag ich: Man kann hinfahren und sehen, was sich verändert hat.

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Was motiviert dich?

Ich glaube, wenn man für die öffentliche Verwaltung arbeitet, steckt da immer ein Stück „für Staat und Gesellschaft“ drin. Bei mir ist das sehr tief verankert.
Dazu kommt dieser Gedanke: Es ist doch offensichtlich, dass es besser geht. Warum machen wir es dann nicht?
Natürlich ist es für viele Menschen nicht offensichtlich, wenn sie nie gesehen haben, wie andere Behörden arbeiten oder was anderswo möglich ist. Genau deshalb schaue ich gerne über Grenzen hinweg. Ich habe in Schweden Umweltwissenschaften studiert, ein Jahr in den USA gelebt und besuche internationale Veranstaltungen. Mich interessiert: Wie machen andere das? Was funktioniert? Was nicht?
Diese Neugier treibt mich an.

Du gehst gern sehr nah an die Praxis, oder?

Ja, absolut. In einem Polizeiprojekt bin ich zum Beispiel eine Samstagnacht in Hamburg-Billstedt im Streifenwagen mitgefahren. Ich entwickle selbst keine Software und ich war nie Polizist. Aber ich wollte verstehen, wie die Menschen tatsächlich mit der Software arbeiten.
Nur wenn man das sieht, versteht man, was besser werden muss. Dieses Hands-on-Arbeiten mag ich am liebsten.

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Wie erklärst du deinem Umfeld, was virtual7 macht?

virtual7 unterstützt Verwaltung beim Aufbau digitaler Kompetenz. Wir machen Betrieb, Programmierung und Beratung von softwarenahen Projekten und sorgen dafür, dass digitale Verwaltungsanwendungen reibungsloser funktionieren.

Im Kern geht es darum, Verwaltung digital besser arbeitsfähig zu machen.

Wie arbeitet ihr im Business Consulting Team zusammen?

Wir sind aktuell zu viert: Ralf, Nora, Pascal und ich. In Projekten versuchen wir meistens zu zweit unterwegs zu sein.

Das ist wichtig, weil vier Augen und vier Ohren mehr sehen und hören als zwei. Außerdem hat Beratung immer auch mit Sympathie und Vertrauen zu tun. Manchmal erzählt ein Kunde der einen Person etwas anderes als der anderen. Und bei der Lösungsfindung ist es gut, wenn zwei Gehirne darüber nachdenken.

Ein guter Sparringspartner ist in der Beratung enorm wichtig.

Wenn man dich einen Tag lang begleiten würde: Welche Szene dürfte im Comic nicht fehlen?

Definitiv, wie ich mir an meiner Siebträgermaschine einen Kaffee ziehe.

Und dann die Mittagspause mit meinem Weimaraner im Berliner Tiergarten, direkt in der Nähe von Schloss Bellevue. Diese beiden Szenen gehören auf jeden Fall dazu.

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über den Künstler

Mario Turiaux

 „Soweit wie ich mich erinnern kann, ist das Zeichnen und Malen schon immer eine meiner liebsten Beschäftigungen gewesen. Bereits während der Schul- und Studienzeit habe ich erste Aufträge umgesetzt und seit dem Abschluss des Studiengangs Visuelle Kommunikation bin ich offiziell als Grafik Designer und Illustrator selbstständig unterwegs.

Was vor einer gefühlten Ewigkeit mit Bleistift, Papier und Tusche begann und zu unzähligen Flyern, Postern und Plattencovern geführt hat, ist heute fast vollständig digital. Mit dem Wechsel zum digitalen Arbeiten am iPad hat sich auch die Arbeitsweise geändert. Was ich aber immer zum Zeichnen brauche, ist gute Musik und starker Kaffee, oder umgekehrt.

Grundsätzlich betrachte ich mich nicht unbedingt als Künstler, der seine handwerklichen Qualitäten einsetzt, um Karriere zu machen. Hinter all der Motivation, bunte Bilder auf Papier zum Leben zu erwecken, steckt eigentlich der DIY-Ethos. Diese Freiheit und der Individualismus ist ein Hauptbestandteil all meines Tuns und sicherlich geprägt von der Ästhetik und dem Lifestyle der 70er Jahre in Kalifornien, den 80er-Jahre-Filmen, Punk Rock und dem Skateboarding.

Bei meinen Arbeiten steht oftmals ein großer Detailreichtum im Vorder- bzw. eigentlich eher im Bildhintergrund, der mich teilweise so sehr ans digitale Zeichenbrett fesselt, dass ich mich in den Themen verlieren kann und oftmals selber bremsen muss, um nicht 6 Stunden an den Blättern einer Palme zu malen.

Man trifft mich meistens im Raum Aachen an, wo ich mit meiner Frau und meinen beiden Töchtern lebe. In der Nähe einer Tischtennisplatte fühl ich mich unter Freunden genauso wohl wie auf Konzerten oder Flohmärkten. Ohne Trucker Cap bin ich nackt.“